Freimaurerei und die Idee des vereinten Europa

Richard Graf Coudenhove-Kalergi als Freimaurer.

Zeichnung in der Loge Europa. Oktober 2014.

 

Liebe, Würdige Brüder,

wir haben diese Loge gegründet, um neu und vertieft über die Freimaurerei nachzudenken. Wir haben Sie Europa genannt, weil wir uns auf die fundamentalen Werte Europas beziehen: alle diese Werte sind zutiefst freimaurerisch: internationales Verständnis, Friede, Offenheit, religiöse Freiheit und Brüderlichkeit zwischen den Menschen.

Wir haben uns bei der Suche nach dem Namen unserer Loge nicht ganz leicht getan. Der grundsätzliche Bezug zu Europa und seinen fundamentalen Werte war damals schnell gefunden. Wir haben aber ein paar Alternativen diskutiert. Eine Alternative war der Bezug zu einem Namen, einer Person, einem Freimaurer, wie es in viele Logen und vor allem in vielen Logen der ACGL üblich ist – so wird zB am 29.11. das Licht in die „Albert Pike“ Loge in Hannover eingebracht, in Hamburg unserer Schwesterloge heißt „Benjamin Franklin“. Solche Bezüge zu Personen, Männern, sind in der Logenwelt sehr üblich.

Für unsere Loge wäre die Alternative der Name Coudenhove-Kalergi gewesen. Genauer: Richard Coudenhove-Kalergi. Noch genauer: Dr.phil. Richard Nikolaus Graf Coudenhove Kalergi.

 

 

Ich möchte in dieser Zeichnung zu den Grundlagen unserer Loge zurück kehren und Euch noch einmal mit der unglaublichen Leistung und der ungewöhnlichen Biographie des Mannes, des Bruders, vertraut machen, dem als erster Preisträger überhaupt der internationale Karlspreis in Aachen verliehen wurde. Für Verdienste um Europa und die europäische Einigung. Das war am 18. Mai 1950.

Am 17. November 1894 – also fast genau vor 120 Jahren – wird Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi in Tokio geboren. Eine Frühgeburt, zwei Monate vor Termin, der man nur wenige Überlebenschancen gab.

Sein Vater, Heinrich Coudenhove Kalergi, war Diplomat, sprach ein Dutzend Sprachen und war nach Stationen in Athen, Rio de Janiero, Konstantinopel und Buenos Aires nach Tokio gekommen. Dort heiratete er gegen die gesellschaftlichen Normen, die bürgerliche Japanerin Mitsuko Aoyama. Diese Eheschließung mußte durch den österreichischen Kaiser und den japanischen Mikado genehmigt werden.

Richard wuchs auf auf dem Stammsitz seiner Familie, Schloss Ronsperg in Böhmen, Österreich Ungarn. Die Welt dieser Familie war kosmopolitisch, multikulturell, multikonfessionell – grenzenlos.

Mit dem Vater sprach man Deutsch, mit der Mutter englisch. Richard schreibt darüber: „Unsere Mutter verkörperte für uns Asien, unser Vater Europa. Es wäre uns schwer gefallen, ihn mit irgendeiner Nation zu identifizieren. So war in unseren Augen Europa stets eine selbstverständliche Einheit, das Land unseres Vaters.

Richard trifft schon während der Schulzeit den Entschluss, Philosophie zu studieren, Er promovierte über die "Objektivität als Grundprinzip der Moral".

Richard mußte aufgrund eines Lungenleidens keinen Wehrdienst leisten - Am Ende des ersten Weltkriegs kommt es zu einem Bruch mit seiner Familie als er die Schauspielerin Ida Roland heiratet. Die Ehe hält 37 Jahre.

 

Am 03. September 1921 reichte Coudenhove sein Aufnahme-Gesuch an die Loge „Humanitas“ in Wien ein, eine der ältesten Freimaurerlogen Österreichs. Coudenhove-Kalergi ist zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre alt. Als Motive gab er in seinem Schreiben an: „Seit meiner Kindheit ist es mein Wunsch und Ziel, der Menschheit, soweit es in meinen Kräften steht, zu dienen, um die Menschen glücklicher und vollkommener zu machen. Dieses Streben war ausschlaggebend für meine Berufswahl. Allen, die nach dem gleichen Ziele streben, fühle ich mich verbunden. Ich würde mich freuen, in einen Bund einzutreten, in dem viele Menschen gemeinsam nach den gleichen Idealen streben, die mich bewegen.

Coudenhove schreibt weiter: „Infolge meiner Abstammung (mein Vater war Europäer aus vlämischem, griechischem, russischem, polnischem, deutschen und norwegischen Adelsblute, meine Mutter war eine bürgerliche Japanerin) fehlt mir jede ausschließliche Zugehörigkeit zu irgend einem Volke, zu irgendeiner Rasse, zu irgendeiner Kaste. Ich bekenne mich zur europäischen, und, im engeren Sinne, zur deutschen Kulturgemeinschaft: aber nicht im Sinne irgend eines Nationalismus (...) Aus all diesen Gründen kann ich mich nur als Kosmopolit empfinden, mit der weitestgehenden Toleranz für Fremde und Fremdes, ohne die geringsten nationalen und sozialen Vorurteile. Mein Bekanntenkreis erstreckt sich auf alle sozialen Sphären und Berufe. – Ich würde gerne einem Bunde beitreten, der so international und kosmopolitisch ist wie ich selbst und in dessen Tendenz die Ideen der Völkerversöhnung und Völkerverbrüderung liegen.

Wie ich in manchen meiner Artikel (...) gezeigt habe, bin ich entschiedener Anhänger des Glaubens, daß die Menschheit geistige und sittliche Führer braucht um vorwärts zu schreiten und sich höher zu entwickeln. Eine Gemeinschaft dieser Führer und Lehrer, die selbstlos das Beste der Menschheit wollen, schien mir erstrebenswert. Auch aus diesem Grunde würde ich es begrüßen, dem Freimaurerbunde beitreten zu dürfen.

 

Coudenhove schließt mit einem Bekenntnis an den GBAW:

Schließlich bin ich eine ausgesprochen religiöse Natur, ohne die Glaubenslehren einer Religionsgemeinschaft anzuerkennen. Immer waren es religiöse Probleme und Ideen, die mich (wie vor mir meinen Vater) am meisten beschäftigt und am stärksten bewegt haben. Meine religiöse Überzeugung wurzelt in den Idealen der Größe und Kraft, der Freiheit und Harmonie. Ich will, daß die Menschheit schöner wird an Körper, Charakter und Geist; unter Schönheit des Charakters verstehe ich vor allem größte Liebesfähigkeit verbunden mit höchster Tapferkeit. Mein religiöses Bedürfnis könnte vielleicht teilweise befriedigt werden in einer Gemeinschaft von Idealisten, die, wie ich, nach einer Religiosität streben, die aber von Aberglauben und Intoleranz frei ist.“[1]

 

Einige Monate später, 1922, fand in Wien der 29. Weltfriedenskongress statt. Prof. Wladimir Misar, Groß-Sekretär der Großloge von Österreich, legte in seiner Begrüßungsansprache ein Bekenntnis zum Frieden und zu Europa ab, und Prof. Friedrich Hertz. Mitglied der Wiener Loge "Zukunft", legte seine Denkschrift "Die Wirtschaftsnot in Mitteleuropa und der Weltfriede" vor. Auf diesem Kongreß wurde der Paneuropa-Gedanke geboren. Graf Richard Coudenhove-Kalergi gerade in die Wiener Loge "Humanitas" aufgenommen, entwickelte seine Ideen. Im Einklang mit den pazifistischen Ideen des Nobelpreis-Trägers Alfred Hermann Fried (1864-1921), Mitglied der Wiener Loge "Sokrates", gründete Coudenhove-Kalergi die Paneuropäische Union.

 

„Die Vision eines politisch, wirtschaftlich und militärisch vereinten Europas formuliert Coudenhove erstmals in dem Artikel „Paneuropa - ein Vorschlag“, der am 15. November 1922 in der „Vossischen Zeitung“ in Berlin, und zwei Tage später in der Wiener „Neuen Freien Presse“ erscheint.“

Schon darin, also 1922 (!) formuliert er folgende programmatische Forderungen:

-        Revision der Härte des Friedensvertrages von Versailles

-        Ewiger Friedenspakt und obligatorisches Schiedsgericht zwischen allen europäischen Kleinstaaten

-        Aufhebung aller innereuropäischen Zoll- und Verkehrsschranken

-        Schaffung einer europäischen Währungseinheit

-        Zusammenschluss aller Armeen und Flotten Europas

-        Wahrer Minoritätenschutz und Bestrafung jeglicher Hasspropaganda in Presse und Schule als Hochverrat an Europa

-        Ausarbeitung einer paneuropäischen Verfassung

 

1923 schreibt er sein programmatisches Buch „Pan-Europa“, das er selbst als Startschuss für eine „große politische Bewegung“ bezeichnet. Das Europa der Zwischenkriegszeit sieht Coudenhove vor der Alternative „Zusammenschluss oder Zusammenbruch“. Bereits 1923 warnt er eindringlich vor dem „Zukunftskrieg“ und vor der Gefahr, dass Europa nach diesem Krieg durch eine künstliche Grenze „in eine sowjetische Kolonie und ein amerikanisches Protektorat geteilt“ werde.

 

Coudenhovs Vorschlag findet schnell Bewunderer und Anhänger in den führenden Kreisen der Intellektuellen, Dichter und Philosophen Europas: Paul Claudel, Paul Valéry, Heinrich und Thomas Mann, Stefan Zweig, Gerhart Hauptmann, Rainer Maria Rilke, Franz Werfel, Arthur Schnitzler, und Sigmund Freud, Albert Einstein, die Philosophen Ortega y Gasset und Salvador de Madariaga sowie der Komponist Richard Strauß unterstützen die Paneuropa-Idee.

Der junge Kölner Oberbürgermeister und spätere deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der Wiener Student und spätere sozialistische Bundeskanzler Österreichs Bruno Kreisky gehören zu den ersten Mitgliedern.“

1926 wird der erste Paneuropa-Kongress in Wien mit 2000 Teilnehmern aus 24 Nationen zum öffentlichen Durchbruch für die junge Paneuropa-Bewegung und „Paneuropa“ wird zum Synonym für die politische Einigung Europas. Coudenhove wird per Akklamation zum ersten Internationalen Präsidenten der Paneuropa-Union gewählt.

Das Weltecho des Kongresses war stark. Alle Zeitungen der Welt besprachen diesen ersten Kongreß der europäischen Einigkeit als Auftakt einer neuen Politik. Millionen hofften auf Paneuropa und glaubten nun an die Möglichkeit seiner Verwirklichung. Es wurde zur neuen Idee und zur großen Hoffnung der jungen Generation.

Thomas Mann traf Coudenhove-Kalergi in diesem Jahr in Paris. Er charakterisierte ihn danach folgendermaßen: „... er ist einer der merkwürdigsten und übrigens schönsten Menschen, die mir vorgekommen. Zur Hälfte Japaner, zur anderen Hälfte gemischt aus dem internationalen Adelsgeblüt Europas, wie man weiß, stellt er wirklich einen eurasischen Typus vornehmer Weltmenschlichkeit dar, der außerordentlich fesselt und vor welcher der Durchschnittsdeutsche sich recht provinzlerisch fühlt. Zwei Falten zwischen den fernöstlich sitzenden schwarzen Augen, unter der reinen, festen und stolz getragenen Stirn, verleihen seinem Lächeln etwas Ersthaftes und Entschlossenes. (...)Schließlich, was sollte einem imponieren, wenn nicht dieser Vorwegnehmende und nobeldemokratische Spitzentyp einer neuen Gesellschaft, der, von Natur gewohnt, in Erdteilen zu denken, es auf eigene Faust unternimmt, die Welt nach den Einsichten seiner Vernunft zu formen.“[2]

 

Zur Wahrheit gehört an dieser Stelle daß Coudenhove 1926 – also 4 Jahre nach seiner Aufnahme - um seine Deckung gebeten hat und aus seiner Loge „Humanitas“ austrat. Er schrieb dazu selber: „Aus Gründen der Politik habe ich bei meiner Loge um Deckung angesucht, die mir auch bewilligt wurde.“

Diese Gründe sind in der massiven völkischen und beginnenden nationalsozialistischen Diffamierung der Paneuropa-Bewegung zu finden, die die gesamte Bewegung als freimaurerisch abstempelt. Coudenhove wollte den Schaden von seiner politischen Arbeit fernhalten und schränkte seine Kontakte zu seinen Brüdern und Freimaurerlogen ein.

Die deutsche, humanitäre Großloge „Zur aufgehenden Sonne“, die sowohl im Dezember 1924 als auch im Februar 1925 versuchte Coudenhove zu einem Vortrag zu gewinnen, erhielt ebenso eine Absage, wie auch die Brüder des B’nai Brith Ordens, wo er 1926 ebenfalls einen Vortrag absagte.

Die Wiener Großloge hörte mit der Deckung Coudenhoves auf, aktiv für Paneuropa zu werben, um Paneuropa nicht zu schaden. Mitglied der Paneuropa Bewegung waren neben der Wiener Großloge auch einzelne Wiener Logen, wie die Loge „Ikarus“ und selbstverständlich etliche Brüder.

„Mit der „äußeren“ Distanzierung zur Freimaurerloge ging eine innere nicht einher: Coudenhoves Gedanken und seine paneuropäischen Aktivitäten standen jederzeit mit der Freimaurerei im Einklang.“[3]

So wird einer von Europas angesehensten Staatsmännern, der französische Außenminister Aristide Briand, 1927 Ehrenpräsident der Pan-Europa Bewegung. Auf Drängen Coudenhove-Kalergis schlägt Briand am 5. September 1929 in einer Rede vor dem Völkerbund in Genf die Schaffung einer Föderation der europäischen Nationen vor. Aristide Briand war Freimaurer. Er wurde in der Loge Le Trait d'Union de Saint Nazaire initiiert. In Paris wechselte er zur Loge „Le Chavalier du Travail“.

 

In Deutschland fand Coudenhove Gehör und Unterstützung beim Reichskanzler und überragenden Außenminister in der Weimarer Republik, Gustav Stresemann. Stresemann wurde 1923 in der Loge "Friedrich der Große" in Berlin aufgenommen. Er unterstützte seinen Bruder Coudenhove-Kalergi in seinen Bemühungen um ein in Humanität und Toleranz friedlich geeintes Europa. Stresemann schrieb nach einer Begegnung in der Reichskanzlei in sein Tagebuch: "Herr Coudenhove-Kalergi war heute bei mir, seine Gedanken von Paneuropa machen große Fortschritte. Wie man auch über ihn denken mag, er ist jedenfalls ein Mann von außerordentlichem Wissen und großer Tatkraft. Ich bin überzeugt, daß er noch eine große Rolle spielen wird."

 

Stresemann und Briand erhielten für ihre Bemühungen um die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich und ihre Bemühungen um ein Europa in Frieden und Verständigung den Friedensnobelpreis.

„Doch schon im Oktober 1929 verändert sich die politische Lage dramatisch: Durch den Tod des deutschen Außenministers Gustav Stresemann, der die Briand-Initiative unterstützt hatte, durch die Ablehnung Englands und die Weltwirtschaftskrise.

Nach dem Scheitern der Briand-Initiative führt Coudenhove den Kampf weiter – nicht mehr offensiv sondern defensiv gegen die wachsende rote und braune Flut. „Stalin bereitet den Bürgerkrieg vor – Hitler den Völkerkrieg“, warnt Coudenhove auf dem 3. Paneuropa-Kongress in Basel 1932.

1938 flieht Coudenhove vor den Nazis aus Österreich zunächst in die Schweiz und 1940 in die USA.

Seine große Hoffnung am politischen Horizont dieser Zeit war das England Winston Churchills. Nach dem Ausbruch des Krieges im Jahre 1939, fuhr Coudenhove am 9. Mai 1940 nach Genf, um im Palais Wilson die neue Zentrale der Paneuropa-Bewegung einzurichten. Winston Churchill war 1901 in die Londoner Freimaurerloge „United Studholme Lodge No. 1591“ aufgenommen wund 1902 in der „Rosemary Lodge No. 2851“ zum Meister erhoben.

In den USA entwickelt Coudenhove die Idee einer „Europäischen Verfassungsgebenden Versammlung“ für die Zeit nach dem Krieg.

Nachdem die Westalliierten es jedoch versäumen, ein Parlament als Grundstein der neuen Ordnung im westlichen Europa einzuberufen und Westeuropa zunächst auf nationalstaatlicher Grundlage zu reorganisieren, beruft Coudenhove 1947 im schweizerischen Gstaad den ersten Kongress der Europäischen Parlamentarier-Union ein, die erreicht, dass der 1949 gegründete Europa-Rat nicht nur aus einem Ministerrat besteht sondern als zweites Organ eine Beratende Parlamentarische Versammlung erhält. Damit beginnt die Geschichte des europäisch en Parlamentarismus.“

1955 schlägt Coudenhove die Ode an die Freude, also Beethovens Vertonung von Schillers Gedicht "An die Freude" als Europäische Hymne vor. Seit 1972 ist die Melodie die Hymne des Europarats und seit 1985 die Hymne der Europäischen Union. Die Ode an die Freude entsteht 1785 auf Bitten des Freimaurers Christian Gottfried Körner. Friedrich v. Schiller schreibt sie für die Tafel der Freimaurerloge "Zu den drei Schwertern" in Dresden.

Sie beschreibt ein klassisches, freimaurerisches Ideal einer Gesellschaft gleichberechtigter Menschen, die durch das Band der Freude und der Freundschaft verbunden sind.

Coudenhove war ein Schriftsteller mit einer großen Zahl an Veröffentlichungen. Einer seiner letzten Aufsätze aus dem Jahr 1968 trägt den Titel: „Für die Revolution der Brüderlichkeit“. Nach Coudenhoves Auffassung konnte nur ein Kreuzzug für menschliche Brüderlichkeit einen Zusammenstoß zwischen zwei Weltrevolutionen, dem Kommunismus und Kapitalismus, verhindern. „Die Brüderlichkeit im Geist des frühen Buddhismus und des frühen Christentums betrachtete Richard nicht als politisches Ideal wie Freiheit oder Gleichheit, sondern als zutiefst menschliches Ideal, das jeder Mensch selbst in seinem Herzen, in Heim und Familie, im Umgang mit Verwandten, Freunden und Mitarbeitern, in Gedanken, Worten und Taten, ausüben könne und solle. Das war sein Aufruf zu einer Revolution der Brüderlichkeit.“

Richard Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi starb am 27. Juli 1972. Wir wollen ihm in dieser Loge, die den Namen Europa trägt ein ehrendes Andenke bewahren.

Als Sinnspruch der Pan Europa Bewegung und Fundament eines vereinten Europas wählte Bruder Coudenhove-Kalergi bereits 1922 die Worte des Augustinus:

 

In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

In Notwendigen die Einmütigkeit, im Zweifel die Freiheit, über allem die Nächstenliebe


 

[1] Zit. Nach: Ziegerhofer, Anita: Botschafter Europas. Richard Nikolaus Coudenhove Kalergi und die Paneuropa-Bewegung in den zwanziger und dreißiger Jahren. Wien 2003. S.51

[2] Mann, Thomas: Pariser Rechenschaftsbericht. Berlin 1926.

[3] (Quelle: http://www.paneuropa.org/de_int/geschichte.html)